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Diese Seite wurde zuletzt
am
 07. April 2008 aktualisiert














 

 

Positives Denken
und astrologische Prognose


Die Nutzanwendung des Erfüllungszwanges

Das psychologische Phänomen des Erfüllungszwanges wird vor allem als Argument gegen den Gebrauch des Horoskops verwendet. Kritiker behaupten, dass das Wissen um künftige schlechte Zeiten den Besitzer eines Horoskops bewusst oder unbewußt belaste und dass dieser dann auch diese schlecht erlebe. Diesem Sachverhalt ist nicht zu widersprechen. Gerade deshalb kommt es darauf an, wie eine Prognose formuliert wird. Das aber ist keine Sache, die auf das Konto der Astrologie geht, sondern die allein vom Bildungsgrad des Deuters abhängt, von seiner Fähigkeit sich mündlich oder schriftlich auszudrücken und von seinem Gefühl, zu wissen wie und was man sagt.
Der rechte Umgang mit einem Horoskop nimmt Rücksicht auf das psychologische Phänomen des Erfüllungszwangs. Ja, es ist direkt zu fordern, ihn in den Dienst der Sache zu stellen. Allerdings darf das nicht so weit gehen, dass der Astrologe sich zum Vordenker seines Klienten aufwirft. Er kann ihm aber aus seiner Sachkenntnis heraus Wege zu einer besseren Lebensführung zeigen, ihm zum rechten Know-how des Horoskopstudiums und der daraus abzuleitenden Folgerungen verhelfen. Gemeint ist damit das "positive Denken", wie es u.a. aus den USA kommend, gelehrt wird.
"Jeder kann durch positives Denken sein Glück machen und Wunder geschehen lassen", sagt Dr. Joseph Murphy, studierter Theologe, Rechts- und Naturwissenschaftler. In ungezählten Vorträgen und durch die Millionen seiner Bücher hat er einen für jeden gangbaren Weg gewiesen, um sich die innigsten Wünsche zu realisieren, Gesundheit, Reichtum, den richtigen Partner, Ehe- und Familienglück, Ehre, Anerkennung und ein erfülltes Leben. Murphy berichtet von Hunderten Menschen, die durch seine Methode zutiefst glücklich wurden.
Steht das nicht im Widerspruch zum Horoskop? Keineswegs; Astrologie schließt doch nicht aus, dass jeder glücklich werden kann. Eher ist es eine Terminfrage, weil nach astrologischer Erkenntnis die Qualität der Zeit im Leben eine ausschlaggebende Rolle spielt. Es ist eine grundlegende Erkenntnis, die der Umgang mit dem Horoskop lehrt, dass die Ausgangsbasis für den späteren Lebensweg der Menschen sehr unterschiedlich ist, dass es demnach keine Chancengleichheit gibt, sowohl was die individuellen Startbedingungen angeht wie die Zeiten der Wunscherfüllung. Dem entspricht auch, was wir an unseren Mitmenschen im Alltag beobachten. Es hat alles seine Zeit, auch der Gedanke, ein neues Leben zu beginnen, sich plötzlich dieses oder jenes vorzunehmen, eine Trendwende einzuleiten.
Jeder geht seinen eigenen Weg und sieht das Leben durch seine ganz persönliche Optik. Das steht nicht im Gegensatz zu den Auffassungen des Amerikaners. Nicht jeder kommt durch das "positive Denken" gleich rasch voran oder gar zum selben Ziel. Wer sich mit seinem Horoskop schon auseinandergesetzt hat, wird Joseph Murphys Anliegen besser verstehen.
Dieser sagt: "In Ihrem Innern gibt es eine unendliche Kraft, die Sie von allem Negativen heilen und befreien, die Ihnen den Weg zu Glück und Wohlergehen öffnen kann. Wenn Sie lernen, diese unendliche Kraft anzuzapfen und zu nutzen, werden Sie in Ihrem Leben Wunderdinge erfahren, die Ihre kühnsten Träume übersteigen. Die Grundvoraussetzungen dazu sind ein aufgeschlossener Geist und intensives Verlangen nach einem wahrhaft erfüllten Leben." Der Glaube kann Berge versetzen.
Was die Astrologie angeht, ist der Sachverhalt doch so: Direktionen und Transite, auch das Solar als Rhythmogramm, lassen als Methoden der astrologischen Prognose erkennen, in welcher Richtung die Trends der Entwicklung eines bestimmten Menschen laufen, d.h. welche Signale ihm gesetzt sind. Nehmen wir als ein praktisches Beispiel an, dass jemand demnächst den Übergang des Saturns über den Sonnenort zu erwarten hätte. Die traditionelle Deutung dieses Transits heißt Verlust, Einschränkung, Isolation. Damit ist jedoch nicht gesagt, dass es zu negativen Erlebnissen bzw. Ereignissen dieser Art kommen müsste. Wohl wird der Betreffende dazu neigen, doch "der Weise gebietet den Sternen".

Es hängt vom Stand der geistig-seelischen Entwicklung des einzelnen ab, ob er eine Marionette des Schicksals wird, bzw. wie weit seine Selbstbestimmung im Handeln geht. Der reine Sinnenmensch, materialistisch eingestellt, konsum-orientiert, der nur bestrebt ist, seine Triebe auszuleben, wird der "Gewalt der Sterne" erliegen, besser gesagt, ein Opfer seiner Veranlagung werden. Man findet diesen Typ des Primitiven in jeder Gesellschaftsschicht, in jedem Beruf, ja selbst bloßes "Wissen" genügt nicht, sich aus diesen Niederungen zu erheben.
Auf der höheren Stufe steht der Mensch, der sich von einem zweckbewussten Intellekt leiten lässt. Er gebraucht seine Vernunft und lebt nicht in den Tag hinein. Er versucht, sich auf die Geschehnisse einzustellen, sie in gewisser Weise zu berechnen und weiß auch "nein" zu sagen. Damit kann er manchem vorbeugen, was ihn im anderen Falle schicksalhaft treffen könnte. Die meisten Menschen gehören zur ersten oder zweiten Gruppe, wenige sind jene Asketen, von denen die Inder sagen, dass sie unerfüllten Wünschen nicht nachtrauern, dass sie wissen, dass wahrhaftes "Glück" nur in unserem Innern zu finden ist und die damit auf alles verzichten, was das Leben äußerlich angenehm macht.
Nun, Murphys Ratschläge werden vor allem von der zweiten Gruppe angenommen werden. Er empfiehlt: Beginnen Sie damit, einen Schluss-Strich unter Ihre negative Einstellung zu Ihrer Vergangenheit zu ziehen. Unterlassen Sie jede Selbstverurteilung, hören Sie auf, sich einen Versager zu nennen. Sie müssen unbedingt das Gute in sich bejahen. Stellen Sie sich mit allen Einzelheiten vor, was Sie wollen, malen Sie sich aus, wie schön und erfüllt Ihr Leben sein wird.
Weiter: "Sagen Sie sich: ‚Ich weiß, dass ich Erfolg haben kann. Ich werde erreichen, was ich mir vorgenommen habe. Ich werde sein, was ich sein will. Und ich weiß, dass meine ehrliche Entscheidung und tiefe Überzeugung Folgen haben wird. Ich weiß, dass das Unterbewusstsein nie versagt und dass von ihm alles, was ich ihm durch mein Denken und Glauben einpräge, zum Ausdruck gebracht und in meinem Leben sichtbar gemacht wird.'"

Aus Murphys Worten spricht der praktisch denkende Amerikaner, ein Pragmatiker, der das Leben nimmt wie es ist und der mit Hilfe des positiv eingesetzten Erfüllungszwanges versucht, das Beste daraus zu machen.
Jene mächtige Dynamik, die alles vermag, muss nur aktiviert werden. Sie wirkt im Unterbewusstsein, das uns mit dem Reservoir des Geistes verbindet, an dem alle Anteil haben. Nur darum ist es möglich, mit anderen in einen geistig-seelischen Kontakt zu treten, deshalb funktioniert ja "PSI" oder ASW, d.h. "Außersinnliche Wahrnehmungen" wie Telepathie, Hellsehen, Vorauswissen. Durch ASW spüren wir intuitiv, was in einem anderen Menschen vorgeht oder wir wissen plötzlich, wo wir etwas verloren haben. Auch Hellhören zählt zu ASW. Wir vernehmen die innere Stimme, die aus der Quelle der höchsten Weisheit stammt. In jedem von uns schlummern die Kräfte der ASW. Wir müssen diese nur in den Dienst unserer Wünsche stellen.
Praktisch sieht das so aus, dass man sich eine kurze Formel ausdenkt und sich diese mindestens dreimal täglich, vor allem vor dem Einschlafen, vorspricht, damit sie in die Tiefe des Unterbewusstseins hineinwirkt. Diese Worte bezeichnet Murphy als Gebet zu Gott, der die Allmacht ist, der überall wirkt.
Murphy spricht aus seiner religiösen Überzeugung jeden persönlich an: "Gott hat diese Erde mit allen ihren Reichtümern geschaffen, und er hat auch Sie geschaffen. Er will, dass Sie daran Anteil haben. Also verstehen Sie Ihre Wunschformel als Gebet, dass Ihnen die unendliche Kraft zuteil wird. Gott ist die Liebe, und die Liebe ist der Schlüssel zu allem Glück. Sehen Sie in der Liebe zu Gott, die Liebe zu allem Guten, Schönen und Wahren. Wenn Sie selbst zu den anderen Menschen gütig sind und ihnen helfen, so wird das ein Echo für Sie bringen. Je mehr Liebe Sie geben, um so mehr wird auf Sie zurückstrahlen. Die Wege des Unterbewusstseins sind unerklärlich."
Es geht in erster Linie um die Aktivierung des Unterbewusstseins. Dazu muss man keiner besonderen Konfession angehören. Doch wer wüsste eine stärkere Formel zu nennen als ein Gebet? Selbst wer außerhalb der Kirche steht, braucht sich nicht ausgeschlossen zu fühlen, denn jeder hat Anteil am All-Einen, gleichgültig wie man es nennt, ja wie man dazu steht.

Die Chinesen wussten um den großen Gegensatz von yang und yin, von Mann und Frau, von Tag und Nacht, von hell und dunkel. Sie nannten das Eine Tao, wir sagen Gott. Murphy: "Der absolute Zustand ist ein Gefühl des Eins- und Ganzseins, doch als Gott die Welt erschuf, erschuf er die Gegensätze, damit wir uns unserer Wahrnehmungen und Empfindungen und damit der menschlichen Funktionen bewusst werden können, was uns erst Lebensfreude finden und unsere wahre Göttlichkeit entdecken lässt. Gott wird dem Menschen zur Freude, indem er Gott in sich selbst entdeckt. Es gibt nur einen einzigen Gott, und jeder Mensch ist eine Sichtbarwerdung Gottes." Wem das zu religiös ist, halte sich an eine andere Definition, die Murphy von Gott gibt: "Psychologisch gesehen wird Gott für Sie das, als was Sie ihn betrachten. Es spielt dabei keine Rolle, bei welchem Namen sie ihn nennen. Ob Sie ihn Heilige Dreifaltigkeit oder den Schöpfer nennen, ob Allah, Brahma oder Wischnu, Überseele oder Vorsehung, unendliche Weisheit oder Allgegenwart, Erschaffer des Universums oder göttlicher Geist, höchstes Wesen, lebendiger Geist oder schöpferische Allmacht - es tut nichts zur Sache." Nur - es betet sich leichter zu "Gott" als zum Lebensprinzip.
Das Unterbewusstsein spricht auch im Traum zu uns. Seit jeher achteten die Menschen auf ihre Träume. Das sollte jeder tun. Vielleicht erhält man schon sehr bald eine Antwort auf das fragliche Problem. Da unser Geist Anteil hat am Geist aller, kann ein Traum auch Hinweise auf jene Person geben, für die man gebetet hat. Noch wunderbarer aber ist, dass auch andere Menschen einem die Erfüllung eines Gebetswunsches ermöglichen können. Murphy: "Überantworten Sie sich Gott, überlassen Sie ihm, Ihr Problem zu klären. Ihr Denken und Ihr Gebet sind dasselbe. Ihre ganze "Therapie" ist es, fest an die göttliche Kraft Ihres Unterbewusstseins zu glauben und unerschütterlich überzeugt zu sein, dass sich Ihr Wunsch realisieren wird."
Jeder hat es in der Hand, zu bekommen, was er wünscht. Es ist gewissermaßen nur eine Verfahrensfrage. Grundlegend ist das kosmische Führungsprinzip. Man entdeckt es, indem man daran glaubt, denn dann wirkt es.

Zitate von Alexander von Prónay und Dr. Joseph Murphy, studierter Theologe, Rechts- und Naturwissenschaftler
Literatur: Dr. Joseph Murphy und andere Schriftsteller
        

Ein sehr gutes Buch, das ich immer wieder weiterempfehle:
["Schicksal als Chance" von Thorwald Dethlefsen] 
Hier gibt es eine [Leseprobe]

 


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