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V

 

   Venus               Venus gross wolkenlos  mehr Bilder
Neben Sonne und Mond leuchtet die Venus als hellstes Gestirn am Himmel. Ihre Umlaufzeit um die Sonne beträgt 225 Tage. Aus dem Sichtwinkel der Erde entfernt sie sich maximal 48° von der Sonne.
Wenn die Venus als Morgen- oder Abendstern hell am Himmel funkelt, so ist sie in der Realität genauso wie als astrologisches Symbol Ausdruck von Harmonie und Schönheit. Sie steht für das Bedürfnis nach Ausgleich und Gemeinsamkeit, für das Bestreben, Brücken zu schlagen. Sie ist ein ausgesprochen weibliches und erotisches Prinzip und entspricht dem Teil in uns, der sich nach einem Du sehnt, Beziehungen sucht und schafft, sich für alles Schöne im Leben öffnet und es genießen kann.
Der Venus-Teil in uns möchte Ausgleich schaffen. (Nicht zu verwechseln mit Ausgleich haben!)
Im Positiven entspricht dies einem Bestreben, auf andere Menschen zuzugehen, das Verbindende hervorzuheben, zu vermitteln und Harmonie und Schönheit zu schaffen.
Eine verzerrte Form ist übermäßige Anpassung aus Angst vor Harmonieverlust. Auch Passivität und Bequemlichkeit können Folgen eines falsch verstandenen Harmoniebedürfnisses sein, gemäß dem Motto: Wenn ich nichts bewege, kommt nichts aus dem Gleichgewicht.
Die Venus symbolisiert die erotische, beziehungsorientierte Seite einer Frau und ihr Gefühl von Frau-Sein, sowie den erotischen Aspekt des Animabildes eines Mannes, gemäß dem er sich eine Partnerin aussucht.

Die Zeichen Stier und Waage sowie das zweite Haus und das siebte Haus werden der Venus zugeordnet.
 

 

Venus  aus tiefenpsychologischer Sicht (© AKRON)
Die Lust der Hingabe - Die weibliche Sexualität
Aphrodite (römisch Venus) ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Liebe, des Friedens und des Glücks. Sie wird als das höchste Ideal weiblicher Schönheit gepriesen. Als Venus-Urania verkörpert sie die reine, himmlische und idealisierende Liebe. Man nennt sie auch "die Himmlische", "die aus dem Schaume Geborene" oder "die aus dem Meer Aufsteigende".

                Die Legende weiß zu berichten, daß Venus der Verbindung des gestürzten Himmelsgottes Uranos und seiner Gattin Gaia, der Erde, entsprang. Uranos, der seine Kinder verschlang, wurde von Saturn, seinem Sohn, mit einer Sichel entmannt. Aus dem abgeschlagenen Glied des Vaters, von Saturn ins Meer geschleudert, floß weißer Schaum, dem Venus an den Gestaden der Insel Kythera entstieg. In ihrer Manifestation als Venus-Pandemos hingegen regiert sie über die irdischen Triebe, denn sie ist genauso die Fürstin der Schönheit und der Kultur wie die Dämonin des Verfalls und der Genußsüchtigkeit.

                Venus verkörpert die Flammen der Sehnsucht nach der sexuellen Vereinigung zwischen Mann und Frau und symbolisiert damit den paradiesischen Vorhof des körperlichen Verlangens: die verschlingende Hingabe, die zum Numinosum wird, indem sie das verlorene Gefühl der Ganzheit durch das Empfinden der Vereinigung wieder zu erreichen verspricht. Wenn der Mond für die Befruchtung steht, dann ist Venus der Kuß: die erste, vorsichtige Öffnung dem anderen gegenüber, gleichsam als seelische Eintrittskarte in das Körperinnere, aber auch die höllischen Zungenküße, jene Elixiere des Teufels, die in den uterinen Höhlen und tiefen Wassertümpeln gründeln und ihre Opfer porentief einsaugen.                © AKRON