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U

  • Uranus

Die Sprengung der Norm

Uranus  ist die Personifizierung des Himmels, des Urmännlichen und der alle Formen sprengenden Entwicklungskraft. Als Sohn und Vater der Gäa (Erde), Ahnherr aller Götter, Ursprung und Zeuger der Natur- und Himmelsgewalten ist er ein Symbol des sich immer neue Wege bahnenden Schöpfungsstroms. So wie er selbst aus dem Nichts entstanden ist, umhüllt ihn eine Aura des Plötzlichen, Neuen und Unerwarteten. Er haßt Struktur und Norm, denn die kontinuierliche Entwicklung ist ihm zuwider; er springt aus der Form, denn er liebt das Sprunghafte, Unberechenbare, denn er ist das Symbol des Urknalles an der Wiege von Zeit und Raum, an der Schwelle zum Schöpfungsanfang. Er ist "der Blitz aus heiterem Himmel", der die natürliche Entwicklung stört, der die Veränderung einleitet und generell das Alte zugunsten des Neuen stürzt, der aber plötzliches und unverhofftes Glück genauso wie unvermutet über den Menschen hereinbrechendes Unglück bedeuten kann.

                Mit anderen Worten ist Uranus also ein Gestalter sowohl der Zeit als auch des Raumes, nur daß seine Visionen von Raum und Zeit sich in viel größeren Dimensionen gestalten, als wir uns das durch die irdisch-saturnale Brille vorstellen können. Seine Berührung mit der menschlichen Psyche ist anschaulich verkörpert in der Symbolgestalt des Prometheus, dessen plötzlich aufbrechendes Bedürfnis nach Erweiterung seines Horizontes ihm den Wunsch eingab, das Feuer der Götter vom Himmel zu holen und es für die Menschen nutzbar zu machen. Uranus überfällt uns wie ein plötzlich hereinbrechendes Gewitter, das das Inventar, also das, was wir vorher für unsere Wirklichkeit gehalten haben, hinwegfegt, und zwar so gründlich, daß die Welt nachher nie mehr so aufgebaut werden kann, wie sie vorher war.

                Diese losgelassenen und unkontrollierten Kräfte sind vonnöten, um der nach Wachstum strebenden Psyche gegen die Denkbarrieren und Abwehrmechanismen der inventarisierten Welt im Durchstoßen der Grenzen den nötigen Schwung zu geben. Damit avanciert Uranus zum großen Befreier aus den Fesseln der Materie, zum Erwecker aus dem Schlaf der eigenen Bilder oder zum Wegweiser aus den Polaritäten des Denkens, denn er zwingt uns zu einer durchgreifenden Veränderung unserer Sichtweisen und zu der damit verbundenen Neubeurteilung der Welt, die der vergrößerten Perspektive Rechnung trägt. Psychologisch könnte man dies veranschaulichen, indem man sagt, daß das zur Integration bereite Unbewußte in Form von noch unstrukturierten Gefühlen und Erkenntnissen als Vision oder Idee ins Bewußtsein schimmert und den Zwang auslöst, diese auf eine umfassendere Weise jetzt verstehen zu wollen und ihrem Drängen nachzugehen, ganz egal, wohin der Weg jetzt führt.              
 
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