Schulen
Im deutschsprachigen
Raum haben sich verschiedene astrologische Schulen entfaltet, die
unterschiedliche Systeme und Methoden verwenden. Die meisten von ihnen
lehren
psychologische Astrologie, andere - wie etwa die Hamburger Schule - sind sehr ereignis- und
prognoseorientiert.
Literatur:
Hürlimann, Gertraud I.: Astrologie, Astroterra, Zürich
Schubert-Weller, Christoph: Wege der Astrologie,
Chiron, Mössingen
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Sekundärdirektion
- Eine auf Placidus de Titis zurückgehende
Direktionstechnik, bei der Planetenübergänge über
die Radixfigur mit dem Schlüssel 1 Tag = 1 Jahr
untersucht werden. Eine Sekundärdirektion für das
32. Lebensjahr wird fällig, wenn am 32. Tag nach der
Geburt ein Planet einen sensitiven Punkt (z.B.
Aspektpunkt) der Radix erreicht.
Im sogenannten progressiven Horoskop trägt
man die sekundären Planetenstände ein. Die Achsen
werden entweder so geführt, daß der Abstand der
Sonne vom MC in Rektaszension konstant bleibt (d.h.
das Horoskop wird auf die Wahre Ortszeit der Geburt
gestellt), oder so, daß man die RAMC pro Tag um
0° 59' 8" voranschreiten läßt (d.h. das Horoskop
wird auf die Mittlere Ortszeit der Geburt gestellt).
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- Signifikator [lat.]
- Bei Primärdirektionen derjenige Punkt, dessen
Hausposition durch den Promissor aufgrund der Erddrehung
erreicht wird.
Der sogenannte ptolemäische Vorbehalt schränkt
die als Signifikator zu verwendenden Horoskopfaktoren
auf Sonne, Mond, Aszendent, MC und Glückspunkt ein.
Heutige Astrologen sind meist noch restriktiver und
verwenden nur Aszendent und MC als Signifikator.
Solarhoroskop
Prognosemethode für ein
bestimmtes Lebensjahr, basierend auf der Planetenkonstellation des
Zeitpunkts, an dem die Sonne in dem laufenden Jahr am Aufenthaltsort des
Betreffenden den gleichen Stand erreicht hat wie in seinem Geburtshoroskop.
Literatur:
Kirbey, Babs & Stubbs, Janey: Solare und Lunare,
Kailash (Hier & Jetzt), München
Livaldi-Laun, Lianella: Jahresthemen im Horoskop,
Chiron, Mössingen
Sonnenbogendirektion
Prognosemethode, bei der
alle Planeten des Geburtshoroskops in der gleichen Geschwindigkeit wie die
Sonne pro Jahr um einen Tag vorgeschoben werden
(
Direktionen).
Sternbilder
Fixsterngruppierungen
(Großer Wagen, Orion, Stier usw.), von denen zwölf, die sich in
unterschiedlich langer Ausdehnung entlang der jährlichen Sonnenumlaufbahn
befinden, den 12 Streckenabschnitten dieser Bahn die Namen gaben. Für die
Astrologie sind aber nicht die Sternbilder relevant, sondern die
Sternzeichen, die nach ihnen
benannt sind.
Sternzeichen
A) Astrologische
Bezeichnung der zwölf gleichen Strekkenabschnitte (von je 30°) der
jährlichen Sonnenumlaufbahn durch den Tierkreis, die von den ursprünglich
»hinter« diesen Abschnitten stehenden
Sternbildern
den Namen haben, aber infolge der
Präzession
nicht damit identisch sind. B) Gängige, aber nicht ganz präzise Bezeichnung
für das Zeichen, in dem bei Geburt die Sonne steht.
Literatur:
Goodman, Linda: Astrologie sonnenklar, Scherz, Bern
Hamann, Brigitte: Die zwölf Archetypen, Knaur, München
Stundenhoroskop
Astrologische
Prognosemethode, die nicht auf dem Geburtshoroskop beruht, sondern auf der
Planetenkonstellation im Augenblick der Fragestellung.
Literatur:
Hjelmberg, Johan & Kirsebom, Louise:
Augenblicksastrologie, Astrodata, Zürich
Slooten, Erik van: Lehrbuch der Stundenastrologie,
Ebertin, Freiburg
Synastry XE "Synastry"
Methode innerhalb der
Partnerschaftsastrologie, bei
der - bildlich gesprochen - die beiden zu vergleichenden Horoskope so
übereinander gelegt werden, daß die Tierkreise deckungsgleich sind. Die sich
daraus ergebenden Aspekte zwischen den Planeten der beiden Horoskope, aber
auch die Häuser, in die die Planeten des einen im Horoskop des anderen
fallen, zeigen die harmonischen und die spannungsreichen Seiten der
Partnerschaft.
