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Beispiel:
für Johann Wolfgang von Goethe
geb. am 28.08.1749 um 11.25:00 Uhr (Zone: 00h00m Ost) in Frankfurt am Main (D), Länge: 008.41 Ost, Breite: 50.07 Nord
Textauszüge der wichtigsten Aspekte ohne Vor- und
Schlusswort
Wenn es versucht, die Laute, die es in seinem Kinderzimmer
hört, nachzuahmen, zeigt das winzige Jungfrau-Kind Spuren
der selten erwähnten schauspielerischen Begabung der
Jungfrauen. Der Nachahmungstrieb zeigt sich fast von Geburt
an. Das Jungfrau-Kind ist munter und flink, gleichzeitig
aber friedfertiger und ruhiger als andere Kinder; ein
Widerspruch, der schon auf eine zu-künftige Persönlichkeit
hinweist, die abwechselnd beruhigend und aufreizend sein
wird.
Sie werden Ihrem Jungfrau-Kind Ihre Liebe sichtbar beweisen
müssen. Es wird Ihnen nie zeigen, wie sehr es sich danach
sehnt, aber ein Mangel an Liebe wird die zukünftigen
Beziehungen stark beeinflussen. Sogar sehr hübsche und sehr
gescheite kleine Mädchen – und sehr gutaussehende, kluge
kleine Jungen– müssen davon überzeugt werden, daß sie
anziehend wirken. Sie glauben es nicht so leicht, daß ihre
bescheidene, anspruchslose Art genauso reizvoll sein kann
wie die unternehmungslustigen Persönlichkeiten ihrer
Freunde. Die Jungfrauen können viel Ermutigung vertragen,
ohne überheblich zu werden, also seien Sie nicht geizig mit
Umarmungen, Küssen und ernstgemeintem Lob.
WICHTIGE CHARAKTERZÜGE
Aszendent im Skorpion Ein guter Beobachter aus dem Hintergrund Der Aszendent beschreibt die Eigenschaften, mit denen ein Kind sich spontan zeigt. Dabei macht das Kind immer wieder die Erfahrung, dass sein Bezug zur Umwelt gut funktioniert, wenn es sich mit diesen Qualitäten zeigt. So legt es sich mit der Zeit eine bestens durchtrainierte Verhaltensweise zu, mit der es sich sicher und vertraut fühlt. Gleichzeitig wird es auch selbst die Umwelt durch diese "Maske" oder "Brille" betrachten, das heisst, es filtert sozusagen die Qualitäten des Aszendenten aus der Vielfalt der Umwelteindrücke heraus und sieht diese verstärkt. Mit Aszendent im Skorpion hält sich Johann Wolfgang eher im Hintergrund und beobachtet seine Umwelt genau. Seinem forschenden und durchdringenden Blick entgehen auch Ungereimtheiten kaum, und er dürfte oft den Finger auf den "wunden Punkt" legen und seine Umwelt so lange provozieren, bis er eine Reaktion auslöst. Schon als kleines Baby scheint er etwas Unergründliches und Nicht-Oberflächliches auszustrahlen. Später mag sein nachhaltiges Fragen und Wissen-Wollen auffallen. Dabei behält Johann Wolfgang die eigenen Gedanken und Regungen meist für sich. Er durchschaut zwar andere gut, lässt sich jedoch selbst nur höchst ungern in die Karten blicken. Wenn Johann Wolfgang Gefühle zeigt, dann ganz. Eine Seite von ihm ist voll Leidenschaft. So kann er sehr anhänglich und fast besitzergreifend sein und kurze Zeit später mit starken Trotz und Wutanfällen reagieren. Auch wenn er spielt oder lernt, gibt er sich voll und ganz seiner Beschäftigung hin. Er kann sehr beharrlich und verbissen an etwas festhalten, wenn Sie es ihm nehmen wollen. Einen Moment später mag er es selbst wegwerfen.
Johann Wolfgang gehört zu den Kindern, denen man nur schwer etwas vormachen kann. Er versucht mit allen Mitteln, den Kern einer Sache zu ergründen. Je verbotener oder geheimnisvoller etwas ist, desto mehr scheint es ihn anzuziehen. Er gibt sich nicht mit dem zufrieden, was er hört und sieht, sondern versucht stets, auch hinter die Kulissen zu schauen.
Es ist ihm wichtig, die Fäden in der Hand zu behalten, und er mag eher zu einer Notlüge greifen, als sich blossstellen zu müssen. Grundsätzlich fällt es ihm nicht leicht, sich schwach zu zeigen, und er neigt dazu, Kritik allzu persönlich zu nehmen.
Saturn am Aszendenten Korrektes Auftreten ist wichtig Johann Wolfgang ist vermutlich weniger spontan und ausgelassen als andere Kinder. Fast wie ein kleiner Erwachsener hält er sich an Verhaltensregeln, grüsst, dankt und spricht, wie er es von den Grossen hört. Er achtet früh schon auf saubere und passende Kleidung, auf Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Für gesellschaftliche Normen und Regeln des Zusammenlebens ist er sehr empfänglich, denn er betrachtet sie gewissermassen als die Grundausrüstung, die er für sein Leben braucht. Er will zu einer Autorität werden. Dieses Ziel verfolgt er bewusst oder unbewusst mit grossem Ernst und Ausdauer. So mag er sich eine kaum mehr kindlich anmutende Disziplin auferlegen und sich unter starken Leistungsdruck stellen. Wenn Sie als Eltern diese Neigung durch Ihren eigenen Perfektionsanspruch noch verstärken, kann Johann Wolfgang sich unter einen so hohen Druck stellen, dass er lieber nichts riskiert, um ja keine Fehler zu machen. Eine innere Haltung , es ja doch nicht zu können, macht sich dann breit, blockiert seinen Tatendrang und kann ihn zu einem zurückhaltenden oder gar gehemmten Kind werden lassen. Johann Wolfgang braucht deshalb ein lockeres, fröhliches und warmes Familienklima sowie Ihre Ermunterung und Ihr Vorbild, das auch fünf einmal gerade sein lässt.
Denken und Sprechen weckt Begeisterung Sprache und Denken sind für Johann Wolfgang wichtige "Werkzeuge", um seine Begeisterung zu wecken. Vor allem Gespräche, aber auch Lesen, Lernen und jede geistig anregende Tätigkeit bringen seinen Funken zum Zünden, und er sieht neue Zusammenhänge und Möglichkeiten. So ist letztlich die mentale Seite seines Wesens eine Art Schlüssel zu Unternehmungslust und Tatkraft. Durch vielseitige Interessen eröffnet er sich dauernd neue Horizonte. Auch für den Schulstoff dürfte er sich leicht begeistern lassen und mit Dynamik und einem Schuss Dramatik ans Werk gehen.
Ein offenes Herz für die anderen Johann Wolfgang hat eine ausgeprägte romantische Ader. Er ist offen für Phantasiegestalten, malt sich vielleicht eine persönliche Begegnung mit dem Christkind, mit einer Märchenprinzessin oder Menschen, Fabelwesen und Tieren aus seiner Geschichtensammlung aus. Er lebt in einer Traumwelt, in der alle schön und lieb sind, und er erwartet das auch von den realen Menschen. Seine Beziehung zu Ihnen soll ebenso harmonisch sein wie seine Phantasiebeziehungen zu den Märchenhelden. Er trägt ein Bild der idealen Beziehung und totalen Harmonie in sich. Wenn Sie mit ihm schimpfen, ärgerlich oder unglücklich sind, so bemüht sich Johann Wolfgang sehr, Sie zufriedenzustellen oder zu trösten, damit Sie wieder mit seinem ungetrübten inneren Bild übereinstimmen. Daß er sich mit Ihnen oder mit anderen geliebten Bezugspersonen eins fühlen kann, ist ihm oft wichtiger als die eigenen Bedürfnisse. Um sein eigenes Ich zu finden, braucht er Eltern, die ihm eigene Wünsche ausdrücklich erlauben. Liebe hat nichts mit Mitleiden zu tun und er braucht nicht niedergeschlagen zu sein, wenn Sie Kopfschmerzen oder Probleme haben. Seine weiche, verträumte und romantische Seite kann er besonders durch Musik, Malen oder Erlebnisse in der Natur zum Ausdruck bringen. Die Verbundenheit mit etwas jenseits der nüchternen Wirklichkeit wird für Johann Wolfgang zu einer Quelle inneren Friedens, die ihm immer wieder das seelische Gleichgewicht zurückgibt.
Beziehungen mit Tiefe Johann Wolfgang benötigt viel Zuwendung und intensive Beziehungen, um seinem Bedürfnis nach Aufgewühlt-Sein gerecht zu werden. Er kann abwechselnd fordernd und zurückweisend sein und Sie auf diese Weise stark herausfordern. Wenn Sie Ihre Gefühle offen zeigen, ohne diese als Druckmittel zu gebrauchen, helfen Sie ihm, sich selbst als liebenswert zu empfinden. Knüpfen Sie Ihre Zuneigung nicht an Bedingungen und vermeiden Sie Aussagen wie: "Ich habe dich nur gern, wenn du dieses oder jenes tust."
Johann Wolfgang braucht Eltern, die ihm mit Liebe und Offenheit zur Seite stehen, wenn er nach Intensität in der Beziehung verlangt. So kann er lernen, mit seinen oft leidenschaftlichen Gefühlen umzugehen und Nähe zuzulassen ohne Angst, unterliegen zu müssen.
Ein klarer Weg in die Aussenwelt Im Laufe des Schulalters und der Pubertät wird Johann Wolfgang seine Stellung in der Gesellschaft immer wichtiger. Mehr als andere Kinder erkennt er, dass sein zukünftiges Leben weitgehend von seiner Berufswahl geprägt wird. So mag er klare Vorstellungen über seine weitere Ausbildung und berufliche Laufbahn entwickeln. Auch wenn Hindernisse auftreten, setzt er sich mit seiner ganzen Persönlichkeit für sein Ziel ein. Wie ein Wanderer, der sich eine bestimmte Route vorgenommen hat, macht er sich auf den Weg. Schon im Schulalter mag er sich für die berufliche und gesellschaftliche Stellung seines Vaters interessieren und nimmt sie sich als Vorbild. In Gesellschaft und unter Menschen fühlt er sich zu Hause. Muss - oder vielmehr darf er in der Schule oder gar an einem öffentlichen Anlass auftreten und eine Aufgabe übernehmen, so erfüllt ihn dies mit Freude und Stolz.
Vater und Mutter werden unterschiedlich erlebt Im Geburtsbild eines Kindes sagt die Sonne vieles darüber aus, wie das Kind seinen Vater erlebt. Der Mond symbolisiert entsprechend das Bild der Mutter. Ist das Kind bei Vollmond geboren, wenn Sonne und Mond sich in grösstmöglicher Entfernung gegenüber stehen, so geht es davon aus, dass Vater und Mutter polare Gegensätze sind, die sich nur schwer vereinen lassen.
Wie auch immer Sie als Eltern sich verhalten, Johann Wolfgang sieht vor allem die Unterschiede zwischen Ihnen. Er reagiert empfindlich auf Unstimmigkeiten in Ihrer Beziehung. Jeden Streit nimmt er sogleich als Bestätigung für seine Einstellung, dass die Eltern niemals eins werden können. Er fühlt sich leicht veranlasst, Partei zu ergreifen, um zumindest zu einem Elternteil zu gehören. Wenn Sie offen zu Spannungen in Ihrer Beziehung stehen und Johann Wolfgang auch am kreativen Aspekt der Unterschiede teilhaben lassen, wird aus seiner polaren Sichtweise immer mehr eine Quelle der Anregung. Die Spannung zwischen männlich und weiblich erlebt Johann Wolfgang als kleines Kind durch Vater und Mutter, später vermehrt durch die eigene männlich-aktive und willensbetonte Seite, die im Widerspruch zu seinen Gefühlen steht. Etwas wollen und nach etwas anderem Lust haben ist eine konkrete Auswirkung davon, die für Spannung und damit auch für eine Weiterentwicklung in seinem Leben sorgt.
Lebensgestaltung mit Mass und Vernunft Mit zunehmendem Alter entwickelt Johann Wolfgang als sogenannte "Jungfrau" immer mehr die Eigenschaften dieses Zeichens. So dürfte er sich im Laufe des Schulalters und vor allem während der Pubertät zu einer gründlichen, sachlichen und pflichtbewussten Persönlichkeit entwickeln. Die reale, materielle Welt wird wichtig, und Johann Wolfgang bemüht sich um ein stabiles Fundament. Er sieht die Wirklichkeit, wie sie ist, und stellt sein Leben ganz darauf ein. Auch Kleinigkeiten entgehen ihm kaum. Vernünftig und pragmatisch trifft er Entscheidungen, ohne sich in Idealismus und Phantasie zu verlieren. Eine innere Ordnung und Übersicht ist ihm wichtig und lässt ihn vorsichtiger und zurückhaltender werden.
DIE INNERE WELT DER GEFÜHLE Ein Kind lebt und reagiert zu einem grossen Teil aus dem Gefühl heraus. Wille, Verstand, Tatkraft und vieles mehr entwickeln sich erst mit den Jahren. Die Fähigkeit, durch Weinen Gefühle auszudrücken, ist jedoch von Geburt an da, und schon nach wenigen Wochen lächelt das Baby, um sein Wohlbehagen kundzutun. Dieses Kapitel über die Gefühlswelt ist also vor allem im Kleinkind- und Vorschulalter von zentraler Bedeutung. Es zeigt aufgrund der Mondstellung im Geburtsbild Ihres Sohnes auf, was er braucht, um sich wohl zu fühlen und wie er spontan "aus dem Bauch" auf die Umwelt reagiert. Vor allem als Kleinkind zeigt er die Mondeigenschaften stark. Im Laufe des Schulalters werden diese langsam von den in den anderen Kapiteln beschriebenen Qualitäten überlagert, wobei sie im spontanen und gefühlsmässigen Bereich immer einen Teil seiner Persönlichkeit ausmachen werden.
Mond in den Fischen Geborgenheit in einem stimmigen Familienklima Johann Wolfgang ist ein äusserst beeindruckbares Kind. Was auch immer in seiner unmittelbaren Umgebung vor sich geht, er nimmt es auf und versucht, es zu verarbeiten. Bilder, Worte oder Gesten, die Erwachsene kaum noch wahrnehmen, können auf sein Gemüt eine nachhaltige Wirkung ausüben, und er braucht aussergewöhnlich lange, um diese zu verarbeiten. Durch seine Offenheit und Sensibilität ist er stets einer Flut von Umwelteindrücken ausgesetzt, die sehr beängstigend sein können. Aus diesem Grund braucht Johann Wolfgang mehr als andere Kinder einen "sicheren Hafen", ein Zuhause, wo er sich geborgen fühlt, und eine Mutter, die einfach da ist und ihn in die Arme nimmt, wenn er von zu vielen Eindrücken überschwemmt wird. Im Unterschied zu anderen Kindern kann Johann Wolfgang sich die Dinge, die um ihn herum geschehen, nicht sehr gut vom Leibe halten. Er ist gefühlsmässig mitten drin und nimmt alles auf. So reagiert er auch äusserst sensibel auf das Familienklima. Wie ein Mobile, das im leisesten Luftzug zittert, nimmt er Unstimmigkeiten zwischen anderen Familienmitgliedern wahr. Wenn unausgesprochene Konflikte zwischen Ihnen als Eltern schwelen, so spürt Johann Wolfgang dies mit untrüglicher Sicherheit, auch wenn vordergründig alles in bester Ordnung scheint und nie ein lautes Wort gefallen ist. Er neigt auch leicht dazu, sich für die Unstimmigkeiten schuldig zu fühlen. Um ihm die Sicherheit zu geben, die er für eine gesunde Entwicklung braucht, ist es wichtig, dass Sie Ihre Probleme offen aussprechen und zu lösen versuchen. Helfen Sie Johann Wolfgang, sich von Ihren Schwierigkeiten zu distanzieren, indem Sie ihm erklären, dass er keine Schuld daran trägt. Je zufriedener Sie sind, desto glücklicher ist auch Ihr Sohn. In einer warmen Familienatmosphäre mit viel Zärtlichkeit und gegenseitigem Verständnis kann Johann Wolfgang so richtig aufblühen. Er neigt dazu, sich mit seiner Umwelt eins zu fühlen und sich selbst gewissermassen in diesem Gefühl aufzulösen. Die Entwicklung von Wille und Tatkraft sowie eines stabilen Ich-Gefühles wird dadurch geschwächt. Johann Wolfgang zieht sich lieber zurück, als dass er kämpft und sich durchsetzt. Er braucht immer wieder Ihre liebevolle Ermunterung, nicht klein beizugeben und der als hart empfundenen Realität die Stirn zu bieten. Fördern Sie deshalb seine Selbständigkeit und helfen Sie ihm, Vertrauen in die eigene Kraft zu entwickeln, indem Sie ihn immer wieder nach seinem Willen und seinen persönlichen Bedürfnissen fragen. Indem Johann Wolfgang sein Ich-Gefühl stärkt, macht ihn seine angeborene Offenheit und Sensibilität nicht beeinflussbar und labil, sondern entwickelt sich zu einem ausgeprägten Einfühlungsvermögen und einer tiefen Verbundenheit mit allem, was ist. So findet Johann Wolfgang in diesem Gefühl des All-eins-Seins Geborgenheit in sich selbst.
Johann Wolfgang hat eine lebhafte Phantasie. Seine innere Welt ist für ihn Schutz und Zufluchtsort vor der rauhen Wirklichkeit. So braucht er viel Zeit für sich allein, um die Flut der Umwelteindrücke zu verarbeiten. Musik, Malen oder eine tiefe Naturverbundenheit können ihm dabei eine wertvolle Hilfe sein. Vor allem wenn ihm die nötige Geborgenheit und mütterliche Wärme und Zärtlichkeit fehlt, neigt er dazu, sich in seiner Phantasie eine wunderschöne Welt auszumalen und die Hoffnung auf eine Erfüllung seiner Bedürfnisse in der realen Welt aufzugeben. Er zieht sich dann in sein "Schneckenhaus" zurück und kann sehr einsam werden. Wird seine Sehnsucht nach Geborgenheit und dem Gefühl des Eins-Seins mit der Mutter und mit seiner Umwelt gestillt, so kann er sich zu einem sehr feinfühligen Menschen entwickeln.
Verantwortung für das eigene Wohlbefinden Eine sich früh schon abzeichnende Seite von Johann Wolfgang ist ernst und gewissenhaft. Mit grosser Selbstverständlichkeit sucht er Strukturen und Formen für den Alltag und sorgt so für das eigene Wohlbefinden. So müssen beispielsweise alle Stofftiere und Puppen in einer bestimmten Reihenfolge daliegen, damit Johann Wolfgang unbekümmert einschlafen kann. Auch für andere sorgt Johann Wolfgang gerne. In den ersten Lebensjahren kommt diese mütterlich-besorgte Seite in Spielen mit Stofftieren zum Ausdruck, später ist die Betreuung eines eigenen Tieres oder eine Arbeit als Babysitter denkbar. In solchen Momenten zeigt sich Johann Wolfgang fürsorglich und pflichtbewusst wie eine kleine Mutter.
KOMMUNIKATION - DENKEN - LERNEN Merkur symbolisiert den Bereich der Persönlichkeit eines Kindes, der mit Denken, Sprechen und Lernen in Zusammenhang steht. Die Stellung des Merkur in einem Geburtsbild gibt Aufschluss über die Denkweise des Betreffenden, über bevorzugte Interessen und Lernmethoden, sowie über sprachliche und rhetorische Fähigkeiten.
Merkur im Löwen Grosszügig im Denken Wenn Johann Wolfgang etwas erzählt, braucht er aufmerksame Zuhörer. Vermutlich schätzt er es sehr, anderen etwas berichten und im Mittelpunkt stehen zu können. Ein Gedicht an einem Familienfest oder ein Theaterauftritt im Kindergarten dürfte ihn stolz und glücklich machen. Auch Ihre Anteilnahme an dem, was er in der Schule lernt, lässt ihn aufblühen. Etwas überspitzt formuliert lernt er, um sich damit zeigen zu können. Eine seiner stärksten Motivationen für schulische Leistungen ist Anerkennung. Johann Wolfgang will mit seinem Wissen gehört und gesehen werden, sonst macht es ihm keinen Spass. Wenn Sie ihn nur selten nach seinen Erlebnissen in der Schule fragen, fühlt er sich schnell verletzt und übergangen. Obwohl er Einzelheiten wenig liebt, verfolgt er mit Geduld und Ausdauer, was er sich einmal in den Kopf gesetzt hat. Johann Wolfgang denkt und lernt selbständig. Genaue Angaben, wie er etwas zu machen hat, bringen seinen Schwung zum Erlahmen. Seine Interessen sind vielseitig, jedoch meist auf die Gegenwart bezogen. Für das ferne Erwachsenenalter in die Schule zu gehen, scheint ihm wenig sinnvoll. Doch wenn das Ziel in unmittelbarer Nähe liegt, ist der Anreiz zum Lernen für Johann Wolfgang grösser.
Wissen ist Macht Johann Wolfgang geht davon aus, dass Sprache und Wissen Macht bedeutet. So reagiert er empfindlich auf Äusserungen wie: "Du bist noch zu klein, um das zu verstehen!" Auch Situationen, in denen er ausgelacht oder blossgestellt wird, bestärken ihn in der Einstellung, dass Sprache und Wissen Massstäbe für die eigene Stärke sind. Wird er von klein auf immer wieder zum Sprechen ermuntert, so bemüht er sich, seine Kommunikations- und Denkfähigkeiten zu einem ausgezeichneten Werkzeug zu verfeinern. Da er sozusagen jedes von Ihnen geäusserte Wort auf eine Goldwaage legt und Stark und Schwach gegeneinander abwägt, macht er immer wieder die Erfahrung des Unterlegen-Seins. In einem guten Familienklima führt dies letztlich zu einer verstärkten Anstrengung, den Spiess umzudrehen und selbst in die stärkere Position zu gelangen. So mag er anderen Kindern bei den Schulaufgaben helfen oder ihnen Dinge erklären, sie zu etwas überreden oder nur die halbe Wahrheit erzählen. Immer ist es ein Versuch, die Macht von Wissen und von Sprache zu erproben.
Geben Sie Johann Wolfgang Gelegenheit, seine Stärke im Denken und in der Kommunikation zu messen und damit zu experimentieren. Frage- und Antwortspiele oder Denksportaufgaben, später auch eine Möglichkeit, das erworbene Wissen in der Schule oder einer Jugendorganisation weiterzugeben, unterstützen Johann Wolfgang in seinem Entwicklungsprozess. Da sie vor keinen Grenzen Halt macht, ist es wichtig, ihm zu zeigen, wann er in seinen Äusserungen verletzend und manipulierend wird oder sich zu übermässigem Ehrgeiz oder Besserwisserei hinreissen lässt. Er braucht das Vorbild von Eltern und Lehrern, um Wissen, Denken und Kommunikation nicht nur als Machtmittel einzusetzen, sondern als Werkzeuge für ein intensives und erfülltes Leben.
SCHWIERIGKEITEN UND CHANCEN Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Die Stärken sind uns als Geschenke mit in die Wiege gelegt worden, und wir nehmen sie als selbstverständlich hin und geniessen sie. Die Schwächen sind gerade durch ihr Stören Anreiz zu Veränderungen. Wir stolpern so oft darüber, dass wir - vielleicht - unsere ganze Energie einsetzen, um die Schwäche in eine Stärke zu wandeln, die dann oft wirkungsvoller eingesetzt werden kann als ein angeborenes Talent, weil sie viel mehr "von Herzen kommt". Oder mit einem Zitat von Richard Bach, dem Autor der Möwe Jonathan: "Wir suchen Probleme, weil wir ihre Geschenke brauchen!" So wie im Laufe der Kindheit die Fähigkeiten immer mehr zutage treten, so kristallisieren sich auch schwierigere Charaktereigenschaften heraus. Je nachdem, wie die Umwelt und insbesondere die Eltern darauf reagieren, lernt das Kind, seine Schwierigkeiten zu akzeptieren und daran zu wachsen oder aber sie zu verdrängen. Im folgenden werden einige Charakterzüge Ihres Sohnes beschrieben, die mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht einfach zu bewältigen sind, die aber gerade deshalb ein enormes Potential enthalten, das zur Entfaltung drängt.
Absteigender Mondknoten im achten Haus Von einer wegwerfenden Haltung zur Wertschätzung des Eigenen Vor allem in den ersten sieben Lebensjahren fühlt sich Johann Wolfgang mit der dunklen Seite des Menschseins vertraut. Tod und Geburt gehören für ihn einfach zum Leben. Wo andere Kinder wegschauen, geht er noch einen Schritt näher. Triebhaftigkeit, Gewalt und Krieg scheint ihm auf seltsame Art bekannt. Er identifiziert sich geradezu mit der dunklen Seite des Lebens und hat entsprechend grosse Mühe, zu geniessen, sich als wertvoller Mensch zu akzeptieren und zu lieben und das Eigene zu schätzen und zu pflegen. Vielleicht verschenkt er leichtfertig sein Spielzeug, lässt seinen Teddy sterben oder nimmt gegenüber Menschen oder Dingen, die er sehr mag, eine abschätzige, wegwerfende Haltung ein. Im Laufe seiner Kindheit und seines ganzen Lebens wird er immer wieder aufgefordert, statt dessen echte Wertschätzung zu entwickeln.
SATURN Um wachsen zu können, braucht ein Baby den Schutz und die Sicherheit der Mutter. Sein Rücken ist weich und biegsam, und es muss gestützt und gehalten werden. Doch schon bald hebt es den Kopf, sitzt, steht und läuft selbst. Nach wenigen Jahren sind sein Rücken und seine Beine kräftig geworden, und es braucht die körperliche Unterstützung seiner Eltern nicht mehr.
Die psychische Entwicklung eines Kindes verläuft grundsätzlich ähnlich, wenn auch wesentlich langsamer. Ein Kleinkind beginnt sich von der Mutter zu lösen. Es beginnt, eigenen Willen zu entwickeln und einen eigenen Weg zu gehen. Im Laufe der Kindheit übernimmt es immer mehr die Verantwortung für sein Leben. Es setzt Strukturen und Ziele und baut vermehrt auf seine eigenen Fähigkeiten. So braucht es immer weniger den Halt der Eltern und steht schliesslich als erwachsener Mensch auch im übertragenen Sinne auf eigenen Beinen. Damit diese Entwicklung ungestört ihren Lauf nehmen kann, braucht ein Kind das Vorbild seiner Eltern, die ihm immer wieder vorleben, wie man sein Leben strukturiert und Verantwortung trägt, und die ihm auch die nötigen Übungsmöglichkeiten bieten. Im Geburtsbild ist es der Saturn, der diesen Prozess im körperlichen sowie im seelischen Bereich symbolisiert. Die Stellung des Saturn sagt aus, welche Lebensbereiche ein Kind für diesen Entwicklungsprozess bevorzugt.
Dem Irrationalen eine Form geben Johann Wolfgang mag vor Dingen Angst haben, die an und für sich nichts Erschreckendes an sich haben. Auch Furcht vor Dunkelheit oder Märchenfiguren wie Hexen oder Kobolden ist durchaus denkbar. Er hat oft ein schwer zu beschreibendes Gefühl, der Boden könnte ihm unter den Füssen weggezogen werden. Träume und andere irrationale Elemente brechen immer wieder in sein Leben ein und verunsichern ihn stark. Es ist wichtig, dass Sie als Eltern diese Angst als Tatsache akzeptieren und ernst nehmen. Eine Bemerkung, er bilde sich dies nur ein, gibt ihm schnell das Gefühl, mit seinen Ängsten allein dazustehen und von niemandem verstanden zu werden. Sie können Johann Wolfgang vielmehr helfen, wenn Sie ihm Gelegenheit geben, dem Gegenstand seiner Angst Form zu verleihen, beispielsweise indem er die Traumgestalten malt, modelliert oder im Rollenspiel ausdrückt. Je konkreter er die Unbehagen auslösenden Gestalten seiner inneren Welt werden lässt, desto eher verliert er die Furcht davor.
Johann Wolfgang hat eine sehr weiche und sensible Seite, die, offen für Freud und Leid anderer, am liebsten jedem helfen würde. Er braucht immer wieder Gelegenheit für Dienste am Nächsten, so dass er mit den Jahren lernt, wo seine Hilfe nötig ist und wo er andere nur an sich bindet und sich selbst abhängig macht. Als Eltern ist es wichtig, seine Hilfsbereitschaft nicht zu überfordern und ihn nicht zu sehr mit Ihren persönlichen Problemen zu belasten. Johann Wolfgang fühlt sich schnell schuldig, wenn er den Anforderungen nicht gewachsen ist. Schwäche oder Unvermögen zu zeigen, fällt ihm schwer. Er braucht eine warme Familienatmosphäre, um loslassen und hemmungslos weinen zu können, ohne schlechtes Gewissen und dem Gefühl, versagt zu haben. Johann Wolfgang hat eine lebhafte Phantasie. Er benötigt viel Zeit, um eine Verbindung zwischen dem reichen Innenleben und der äusseren Wirklichkeit zu finden. Beispielsweise versucht er immer wieder, in die Wirklichkeit umzusetzen, was er sich in der Phantasie ausgemalt hat. Viele Luftschlösser lassen sich nicht so einfach verwirklichen, und Johann Wolfgang lernt dadurch, dass Phantasie und Realität zwei verschiedene Welten sind, mit unterschiedlichen Möglichkeiten und Begrenzungen. Hinter diesen Versuchen liegt der Wunsch, etwas Grenzenloses in Form zu bringen, sich dessen Gesetz anzupassen und es zu beherrschen. Musik oder Wassersport sind Beispiele, wie etwas Formloses in Form gebracht und beherrscht werden kann. Ein solches Erlebnis vermag Johann Wolfgang Sicherheit zu geben und ihn die Angst vor dem Formlosen und Irrationalen Schritt für Schritt überwinden lassen.
Die Suche nach dem Mittelweg zwischen Alt und Neu Alt und Neu, Bewährtes und Unkonventionelles erlebt Johann Wolfgang als ausgeprägte Gegensätze. So identifiziert er sich schnell mit dem verändernden Pol und rebelliert gegen bestehende Formen in Elternhaus und Schule, einfach nur um der Rebellion willen. Oder, falls Sie als Eltern ausgesprochen unkonventionell sind, übernimmt er die Rolle des Bremsers und Bewahrers. Immer geht es um einen Lernprozess, neuzeitliche Ideen und altbewährte Gewohnheiten und Strukturen in ein Gleichgewicht zu bringen und weder am Alten haften zu bleiben noch alles aus einem "Generationenkonflikt" heraus verändern zu wollen.
JUPITER So wie der Saturn den inneren erhobenen Zeigefinger oder die "Peitsche" im Leben eines Menschen symbolisiert, so steht der Jupiter für das "Zuckerbrot". Er vertritt das Bestreben eines Kindes, körperlich und geistig zu wachsen, sich voll Vertrauen und Optimismus ins Leben einzugeben und durch ständig neue Erfahrungen zu einem reifen Menschen heranzuwachsen. Wie also bildlich gesprochen die "Peitsche", das heisst Pflichtgefühl, Disziplin und Zielstrebigkeit, ein Kind in seiner Entwicklung vorwärts treibt, so lockt das "Zuckerbrot" das Kind in neue Erfahrungen. "Zuckerbrot" sind diejenigen Bereiche, in denen einem Kind einfach alles gelingt, es von den Eltern und der Umwelt ein positives Echo erhält und ihm so der Erfolg fast von allein zufällt. Im folgenden werden diese Bereiche beschrieben, in denen Ihrem Kind gemäss der Stellung des Jupiters vieles sehr leicht fällt, es keine Grenzen und Einschränkungen kennt und deshalb auch Gefahr läuft, zu übertreiben, oder in einer Art Glückserwartung darauf vertraut, dass jemand anderer ihm das Gewünschte anbietet.
Grosszügigkeit und Weite im vertrauten Familienkreis Johann Wolfgang fühlt sich wohl in seinem Zuhause. Die vertraute Familienatmosphäre ist für ihn ein geeignetes Umfeld, um neue Erfahrungen zu machen. So bastelt er vielleicht in seinem Zimmer, holt sich Bücher oder Musik, um sich in der vertrauten Umgebung damit auseinanderzusetzen. Der Familienkreis hat für Johann Wolfgang kaum je etwas Beschränkendes, im Gegenteil erlebt er das familiäre Umfeld als fördernd und unterstützend. Eltern und Geschwister, sowie auch die Wohnung, Haustiere, kurz, alles, was zu einem Zuhause gehört, vermittelt Johann Wolfgang Lust und Ansporn, seinen Horizont zu erweitern, Neues zu lernen und sich mit Begeisterung einer Sache zu widmen.
Dabei kommt seine grosszügige Seite voll zum Durchbruch. So kann er denn auch alle Grenzen und Einschränkungen ausser Acht lassen und beispielsweise die ganze Stube für sich beanspruchen, Tiere oder Dinge, die er gefunden hat, nach Hause bringen oder im konkreten Sinn Zuckerbrot und anderes im Übermass konsumieren. In solchen Situationen hat sein Verhalten oft etwas Begeisterndes, aber auch Massloses. Das Gefühl von Geborgenheit vermittelt Johann Wolfgang Sinn und Optimismus. In einer vertrauten und warmen Umgebung taut er erst so richtig auf und zeigt sich von einer grosszügigen Herzlichkeit. Möglicherweise sehen Sie sich als Eltern oft in der Rolle des "Bremsers" und "Spielverderbers". Wenn Johann Wolfgang allzu viel Platz beansprucht, wenn er ein kleines Kind mit allzu viel Begeisterung in die Luft wirft oder das Zuhause Durchgangsstation für zu viele Tiere oder Dinge wird, so müssen Sie auch einmal Nein sagen. Dabei ist es wichtig, dass Sie Johann Wolfgang mit den Konsequenzen seines Tuns konfrontieren und es ihm so ermöglichen, mit der Zeit selbst Verantwortung und die Rolle des "Bremsers" zu übernehmen. Johann Wolfgang neigt im familiären Bereich zu einer Erwartungshaltung. Da für ihn - zumindest zeitweise - Geborgenheit etwas ist, das das Leben im Überfluss spendet, nimmt er es als selbstverständlich hin und ist kaum bereit, seinen Beitrag zu leisten, beispielsweise sich einmal für das Wohlbefinden der anderen Familienmitglieder einzusetzen, sondern geht davon aus, dass ihm und den anderen in der Familie schon alles glücken werde.
Charme allein genügt nicht Johann Wolfgang braucht Ihre Anerkennung. Er setzt seinen ganzen Charme ein, um Ihnen und anderen engen Bezugspersonen zu gefallen. Scheint es ihm sinnvoll zu übertreiben, damit er in einem besseren Licht dasteht, so zögert er kaum. Auch Notlügen sind für ihn Mittel zum Zweck. Als kleiner "Möchte-Gerne" bringt er mit einem gewinnenden Lächeln alle Herzen zum Schmelzen. Im Schulalter und später als Erwachsener wird ihm dasselbe Verhalten nicht mehr ohne weiteres verziehen. Deshalb ist es wichtig, ihm schon in den ersten Jahren zu zeigen, dass Sie klare Aufrichtigkeit den Schmeicheleien vorziehen. Wenn er lernt, dass Charme seine Grenzen hat, und nicht so sehr vom Verlangen beherrscht wird, allen zu gefallen, kann er sein wahres Gesicht in zwischenmenschlichen Kontakten einbringen. Er kann seine Meinungen und Ansichten mit dem Gegenüber austauschen, was ihm letztlich ein Gefühl der Weite und des Verstanden-Werdens vermittelt.
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