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Buddhistischer
Stupa in Tibet
Die Bauweise
dieses Stupa, oder Schreins,
ist in der Welt des
Buddhismus
weit verbreitet. Sie ist in der
Regel ein Zeichen dafür, dass an dem
jeweiligen Ort den Erzählungen
zufolge ein Gott oder ein Heiliger
gelebt hat. Die meisten Stupas
bestehen aus einem Platz, der mit
einer runden Kuppel überdacht ist,
die aus fünf separaten Bereichen
konstruiert ist, die für die
Elemente Raum, Luft, Feuer, Wasser
und Erde stehen. Die Stupas wurden
von Pilgern zu Ehren des Buddha
errichtet. In ihnen wurden u. a. die
Körper der Heiligen, aber auch
heilige Schriften und andere
Gegenstände aufbewahrt. Buddhisten
drücken ihre Verehrung durch das
Drehen des Schreins in
Uhrzeigerrichtung aus.
John Miles/Panos
Pictures © & (p) 1995-2000 Microsoft
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Tibet:
Buddhistische Lieder
Dieses
Beispiel ist einem buddhistischen
Ritual entnommen, das von den
Rgyud Stod-Mönchen zelebriert
wird. Die Rgyud Stod-Klosterschulen
wurden im 15. Jahrhundert gegründet.
Seit die Mönche vom kommunistischen
Regime Chinas aus ihrer Heimat
Tibet
vertrieben wurden, praktizieren sie
ihren Glauben in
Indien
und
Nepal.
"Mahakala",
interpretiert von the Gyuto Monks,
aus The Gyuto Monks: Freedom Chants
(Cat.# RCD 20113) © 1989 Rykodisc
(p) 360 Productions. Alle Rechte
vorbehalten. © & (p) 1995-2000
Microsoft Corporation. Alle Rechte
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Alpenglühen auf dem Kailas
In der Morgen- und Abenddämmerung verleiht
die Sonne der schneebedeckten Bergspitze des
Kailas einen warmen, rosigen Schimmer. Den
Anhängern des Buddhismus, Hinduismus und
Jainismus ist dieser Berg heilig. Vier große
Flüsse fließen an den Flanken dieses
beeindruckenden Gebirges hinab.
Galen Rowell/Corbis © & (p) 1995-2000
Microsoft Corporation. Alle Rechte
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Mount Everest
An der Grenze zwischen der Autonomen Region
Tibet und Nepal überragt der Mount Everest
alle anderen Gebirge mit seiner Höhe von 8
846 m. Tibet wird oft als “Dach der Welt”
bezeichnet, da es vom Mount Everest,
weiteren hoch aufragenden Gebirgszügen des
Himalayas sowie von einem weiten Plateau
geprägt wird, dessen Erhebung (4 500-5 000
m) höher ist als die meisten Gebirge in
anderen Teilen der Welt.
Keren Su/ALLSTOCK, INC. © & (p) 1995-2000
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Potala-Palast
Der Potala-Palast mit dem Hochland von Tibet
im Hintergrund ist der ehemaliger Hauptsitz
des Dalai-Lama in Tibet. Der Komplex, der
auf dem Roten Hügel 300 Meter über der
tibetischen Hauptstadt Lhasa liegt, stammt
zum größten Teil aus dem 17. Jahrhundert
(zwei Räume aus dem 7. Jahrhundert sind
ebenfalls erhalten) und besteht aus zwei
Hauptgebäuden, die nach der Farbe ihrer
Außenmauern bezeichnet werden: dem Weißen
Palast, der zwischen 1645 und 1682, während
der Regierungszeit des 5. Dalai-Lama, erbaut
wurde (und zu Beginn des 20. Jahrhunderts
auf die heutige Form erweitert wurde), und
dem inneren oder Roten Palast, der nach
dessen Tod zwischen 1682 und 1693 entstand.
Die beiden Paläste, die aneinander grenzen,
hatten unterschiedliche Funktionen: Im
Weißen Palast befanden sich ein
Priesterseminar, eine Druckerei und
Wohnungen, der Rote Palast umfasste
Heiligtümer und Stupas (Sakralbauten zur
Aufbewahrung von Reliquien), einen
Versammlungssaal für die Mönche und die
Gräber von acht Dalai-Lamas. Das Kupferdach
ist vergoldet. Der gesamte Komplex erstreckt
sich über 13 Etagen und eine Gesamtfläche
von 400 × 350 Metern und verfügt über etwa 1
000 Räume. Nachdem der 14. Dalai-Lama mit
der Besetzung Tibets durch chinesische
Truppen 1950 ins Exil gehen musste, ist die
Palastanlage heute vor allem ein
touristischer Anziehungspunkt und beherbergt
ein Museum.
Brian Vikander/Corbis © & (p) 1995-2000
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vorbehalten. |
Tibet
Verwaltungsgebiet in China
auch Autonome Region Tibet, Bod,
Hsi-tsang Tzu-chih-ch'ü, Sitsang,
Tübüt, Thibet, Tibet-Chamdo, Xizang, Xizang
Zizhiqu
Bevölkerung
2 440 000 (1997 geschätzt)
Gesamtfläche
1 222 000 km²
Tibet, offiziell Autonome Region Tibet,
umfasst beinahe das gesamte Hochland von
Tibet, das mit einer mittleren Höhe von etwa
4 500 m das höchstgelegene Hochland der Erde
ist. Das oft als “Dach der Welt” bezeichnete
Gebiet wird durch mehrere, bis 8 000 m
aufragende Gebirge abgegrenzt.
Der südliche Teil von Tibet liegt
vollständig im Himalaya und im nördlich
davon verlaufenden Transhimalaya. Die
Grabenzone zwischen den beiden Gebirgsketten
wird durch Indus und Brahmaputra, Sutlej
entwässert. Nach Norden fällt der
Transhimalaya zum Hochland von Tibet ab. Der
östliche Teil von Tibet ist stark
zerklüftet. Die zahlreichen in
Nord-Süd-Richtung verlaufenden Bergketten
werden durch tiefe Täler getrennt.
Das Klima in Tibet ist in weiten Teilen
hochkontinental mit kalten Wintern, warmen
Sommern und geringen Niederschlägen. Nur in
den südlichen und östlichen Randbereichen,
die dem Einfluss des Monsuns unterliegen,
ist Ackerbau möglich. Hauptanbauprodukte
sind Gerste und andere Getreidearten sowie
verschiedene Gemüsesorten (besonders Bohnen,
Tomaten und Zwiebeln). Ein großer Teil der
Bevölkerung lebt immer noch nomadisch oder
halbnomadisch und betreibt Weidewirtschaft;
Subsistenzwirtschaft ist weit verbreitet.
Tibet ist reich an Bodenschätzen, die jedoch
nur in geringem Umfang abgebaut werden.
Neben Eisenerz, Kohle, Salz und Borax gibt
es auch Goldvorkommen. Industrielle
Produktion erfolgt vorwiegend in der
Hauptstadt Lhasa. Wichtigste Branchen sind
die Herstellung von Textilien, Lederwaren
und Keramik sowie die Verarbeitung von
Nahrungsmitteln. Tibet ist immer noch
schlecht erschlossen: Die Straßenlänge
beträgt nur 22 000 km. Eine
Eisenbahnverbindung besteht zwischen Lhasa
und dem Qaidambecken.
Nach dem Einmarsch chinesischer Truppen 1950
wurde Tibet der Volksrepublik China
angegliedert. Wachsende Unzufriedenheit mit
der Vorherrschaft Chinas führte 1959 zu
einem Aufstand, der blutig niedergeschlagen
wurde. Der Dalai Lama, das geistliche
Oberhaupt der Tibeter, wurde zur Flucht nach
Indien gezwungen. Während der
Kulturrevolution wurden etwa 90 Prozent der
Klosteranlagen zerstört. In den achtziger
Jahren kam es mehrmals zu Unruhen.
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