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China - Tibet

 
Buddhistischer Stupa in Tibet
Die Bauweise dieses Stupa, oder Schreins, ist in der Welt des Buddhismus weit verbreitet. Sie ist in der Regel ein Zeichen dafür, dass an dem jeweiligen Ort den Erzählungen zufolge ein Gott oder ein Heiliger gelebt hat. Die meisten Stupas bestehen aus einem Platz, der mit einer runden Kuppel überdacht ist, die aus fünf separaten Bereichen konstruiert ist, die für die Elemente Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde stehen. Die Stupas wurden von Pilgern zu Ehren des Buddha errichtet. In ihnen wurden u. a. die Körper der Heiligen, aber auch heilige Schriften und andere Gegenstände aufbewahrt. Buddhisten drücken ihre Verehrung durch das Drehen des Schreins in Uhrzeigerrichtung aus.
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Tibet: Buddhistische Lieder
Dieses Beispiel ist einem buddhistischen Ritual entnommen, das von den Rgyud Stod-Mönchen zelebriert wird. Die Rgyud Stod-Klosterschulen wurden im 15. Jahrhundert gegründet. Seit die Mönche vom kommunistischen Regime Chinas aus ihrer Heimat Tibet vertrieben wurden, praktizieren sie ihren Glauben in Indien und Nepal.
"Mahakala", interpretiert von the Gyuto Monks, aus The Gyuto Monks: Freedom Chants (Cat.# RCD 20113) © 1989 Rykodisc (p) 360 Productions. Alle Rechte vorbehalten. © & (p) 1995-2000 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
 
 

Alpenglühen auf dem Kailas
In der Morgen- und Abenddämmerung verleiht die Sonne der schneebedeckten Bergspitze des Kailas einen warmen, rosigen Schimmer. Den Anhängern des Buddhismus, Hinduismus und Jainismus ist dieser Berg heilig. Vier große Flüsse fließen an den Flanken dieses beeindruckenden Gebirges hinab.

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Mount Everest
An der Grenze zwischen der Autonomen Region Tibet und Nepal überragt der Mount Everest alle anderen Gebirge mit seiner Höhe von 8 846 m. Tibet wird oft als “Dach der Welt” bezeichnet, da es vom Mount Everest, weiteren hoch aufragenden Gebirgszügen des Himalayas sowie von einem weiten Plateau geprägt wird, dessen Erhebung (4 500-5 000 m) höher ist als die meisten Gebirge in anderen Teilen der Welt.

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Potala-Palast
Der Potala-Palast mit dem Hochland von Tibet im Hintergrund ist der ehemaliger Hauptsitz des Dalai-Lama in Tibet. Der Komplex, der auf dem Roten Hügel 300 Meter über der tibetischen Hauptstadt Lhasa liegt, stammt zum größten Teil aus dem 17. Jahrhundert (zwei Räume aus dem 7. Jahrhundert sind ebenfalls erhalten) und besteht aus zwei Hauptgebäuden, die nach der Farbe ihrer Außenmauern bezeichnet werden: dem Weißen Palast, der zwischen 1645 und 1682, während der Regierungszeit des 5. Dalai-Lama, erbaut wurde (und zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf die heutige Form erweitert wurde), und dem inneren oder Roten Palast, der nach dessen Tod zwischen 1682 und 1693 entstand. Die beiden Paläste, die aneinander grenzen, hatten unterschiedliche Funktionen: Im Weißen Palast befanden sich ein Priesterseminar, eine Druckerei und Wohnungen, der Rote Palast umfasste Heiligtümer und Stupas (Sakralbauten zur Aufbewahrung von Reliquien), einen Versammlungssaal für die Mönche und die Gräber von acht Dalai-Lamas. Das Kupferdach ist vergoldet. Der gesamte Komplex erstreckt sich über 13 Etagen und eine Gesamtfläche von 400 × 350 Metern und verfügt über etwa 1 000 Räume. Nachdem der 14. Dalai-Lama mit der Besetzung Tibets durch chinesische Truppen 1950 ins Exil gehen musste, ist die Palastanlage heute vor allem ein touristischer Anziehungspunkt und beherbergt ein Museum.


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Tibet

Verwaltungsgebiet  in China
auch  Autonome Region Tibet, Bod, Hsi-tsang Tzu-chih-ch'ü, Sitsang,
Tübüt, Thibet, Tibet-Chamdo, Xizang, Xizang Zizhiqu
Bevölkerung
2 440 000 (1997 geschätzt)
Gesamtfläche
1 222 000 km²

Tibet, offiziell Autonome Region Tibet, umfasst beinahe das gesamte Hochland von Tibet, das mit einer mittleren Höhe von etwa 4 500 m das höchstgelegene Hochland der Erde ist. Das oft als “Dach der Welt” bezeichnete Gebiet wird durch mehrere, bis 8 000 m aufragende Gebirge abgegrenzt.

Der südliche Teil von Tibet liegt vollständig im Himalaya und im nördlich davon verlaufenden Transhimalaya. Die Grabenzone zwischen den beiden Gebirgsketten wird durch Indus und Brahmaputra, Sutlej entwässert. Nach Norden fällt der Transhimalaya zum Hochland von Tibet ab. Der östliche Teil von Tibet ist stark zerklüftet. Die zahlreichen in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Bergketten werden durch tiefe Täler getrennt.

Das Klima in Tibet ist in weiten Teilen hochkontinental mit kalten Wintern, warmen Sommern und geringen Niederschlägen. Nur in den südlichen und östlichen Randbereichen, die dem Einfluss des Monsuns unterliegen, ist Ackerbau möglich. Hauptanbauprodukte sind Gerste und andere Getreidearten sowie verschiedene Gemüsesorten (besonders Bohnen, Tomaten und Zwiebeln). Ein großer Teil der Bevölkerung lebt immer noch nomadisch oder halbnomadisch und betreibt Weidewirtschaft; Subsistenzwirtschaft ist weit verbreitet. Tibet ist reich an Bodenschätzen, die jedoch nur in geringem Umfang abgebaut werden. Neben Eisenerz, Kohle, Salz und Borax gibt es auch Goldvorkommen. Industrielle Produktion erfolgt vorwiegend in der Hauptstadt Lhasa. Wichtigste Branchen sind die Herstellung von Textilien, Lederwaren und Keramik sowie die Verarbeitung von Nahrungsmitteln. Tibet ist immer noch schlecht erschlossen: Die Straßenlänge beträgt nur 22 000 km. Eine Eisenbahnverbindung besteht zwischen Lhasa und dem Qaidambecken.

Nach dem Einmarsch chinesischer Truppen 1950 wurde Tibet der Volksrepublik China angegliedert. Wachsende Unzufriedenheit mit der Vorherrschaft Chinas führte 1959 zu einem Aufstand, der blutig niedergeschlagen wurde. Der Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter, wurde zur Flucht nach Indien gezwungen. Während der Kulturrevolution wurden etwa 90 Prozent der Klosteranlagen zerstört. In den achtziger Jahren kam es mehrmals zu Unruhen.

 


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